Freitag, 18. Juli 2008

«At the car wash, workin at the car wash yeah!»

Alljährlich finden schweizweit die BMW Drive Days statt. So fanden in Hinwil vom 13. bis 17. Juli gratis Fahrtrainings für jene Interessierten statt, die sich im Vorfeld über Anzeigen angemeldet hatten. Diese Plätze sind sehr begehrt und schnell ausgebucht. Dieses Jahr war das cmzwei Team auch dabei! Aber natürlich nicht als Teilnehmer im Fahrtraining, das wäre nicht wirklich cmzwei-Style. Nein, wir verstärkten die traditionelle
BMW-Auftank-Wasch-Ableder-und-Parking Truppe.


Das Team bestand aus neun Reinigungsfachkräften. Denen standen 40 Stück 1er BMW gegenüber, deren Oberfläche nach allen Regeln der Kunst gereinigt werden mussten. Da wir die Neulinge im Team waren, wurden wir zuerst über den genauen Ablauf informiert.

Es gab vier Gruppen: 1. Tankgruppe: Wagen fassen nach Hinwil fahren, auftanken und zum Waschen aufstellen. 2. Waschtruppe: Auto reinfahren, abdampfen, einschäumen, abdampfen und rausfahren. 3. Ableder Truppe: Auto trocken reiben. 4. Park Truppe: Auto auf dem Gelände parkieren und ausrichten. Klingt alles recht simpel. Aber da gibt es schon einiges zu berücksichtigen. 40 verschiedene Autos in unterschiedlicher Austattung: Benzin/Diesel, Geschaltet/Automat, 120/306 PS etc. und dazu 40 verschiedene Schlüssel da muss alles organisiert sein und es darf nichts verwechselt werden. Aber eins nach dem anderen. Meine erste Aufgabe war das Betanken der Autos. Hm?! als eingefleischter Toyotabusfahrer suchte ich zuerst vergeblich den traditionellen Schlüssel im Zündschloss. Denn bei BMW schliesst man zuerst mit einem USB-Stick-artigen Schlüssel den Kontakt und drückt den Startbutton. Was dann visuell auf den Fahrer hereinbricht, gleicht dem Cockpit eines Airbus A380, dagegen entspricht meines vom Toyota eher einer JU-52.



















Zum Glück sind die meisten Bedienelemente für das eigentliche Fahren unwichtig. Als ich so mit offenem Verdeck vor mich hin «gefahren» wurde (bei soviel elektronischer Unterstützung war ich mir nicht immer sicher ob ich noch selber fuhr) rechnete ich mir aus, dass ich für das Teil, das ich gerade bewegte, ca. 14 Exemplare meines Occasion Toyota-Bus bekäme…

In der Zwischenzeit war Coni Mitglied in der Abledertruppe, wo die edlen Karrossen auf hochglanz gebracht wurden. Was bei Regen und Dunkelheit nicht immer einfach war. Denn unsere Arbeit begann um 20 Uhr und endete nach Mitternacht. Vom ständigen Auswinden der Leder waren die Hände nach kurzer Zeit kraftlos. Nachdem alle Autos betankt waren, schloss ich mich der Waschtruppe an und begann mit dem Einschäumen. Die Mixtur aus Autoshampoo und Putzessig macht ausgesprochen geschmeidige Hände, dafür kriegt man den Essigeruch kaum mehr aus der Nase.


In der Pause stürzten wir uns auf die vorzüglichen Sandwiches aus der TCS-Küche. Natürlich kamen zum Schluss auch unsere eigenen «Goldstücke» in den Genuss einer gepflegten Handwäsche. Wobei man beim Waschen ebenso sorgfältig vorgehen musste. Dies lag aber weniger an der Exklusivität der Autos, sondern mehr an ihrem Alter.



Es waren fünf erlebnisreiche, spassige aber anstrengende Tage bzw. Nächte. Auf diesem Wege möchten wir uns gerne bei allen herzlich bedanken: Richi und Inger Peter und Klaus und Monika Töpfer und natürlich beim ganzen Auftank-Wasch-Ableder-und-Parking-Team für die gute Stimmung!

P.S.: Übrigens freute ich mich am Freitagmorgen auf dem Weg zur Arbeit besonders über den Anruf von Richi welcher mich im Ernst fragte, ob ich noch einen Autoschlüssel im Sack hätte, denn Sie seien gerade am Autos verladen und es fehle einer. Danke Richi zum Glück habe ich kein schwaches Herz. Sie haben ihn dann noch gefunden, im hintersten Winkel vom Kofferraum…

Post von: m.b.